Treppenformen

Scheidhammer - Podesttreppe 90° Unterschiedliche Treppenformen

Bereits im Stadium der Planung legen Sie die grundlegende Form Ihrer Treppe fest.
Auf die Arten und Formen der Treppen und deren Eigenschaften möchte ich heute etwas näher eingehen.

In Wikipedia lautet die Definition einer Treppe folgendermaßen:
Treppe – Schema einer Treppe
Eine Treppe (süddt. und österr. Stiege) ist ein aus Stufen gebildeter Auf- oder Abgang, der es ermöglicht, Höhenunterschiede bequem und trittsicher zu überwinden. Eine Treppe besteht aus mindestens drei aufeinander folgenden Auftritten.

Die unterschiedlichen Treppenformen sind abhängig von der Laufrichtung, Form und Zahl der Treppenläufe. Häufig verbaut werden:


Geradläufige Treppen
und Podesttreppen

Bei Treppen mit einem geraden Handlauf spricht man von geraden oder geradläufigen Treppen. Dabei haben alle Stufen dieselbe Form und denselben Auftritt (siehe Abb. C) Sie wirkt klar, schlicht und unaufdringlich.

Auf einer geraden Treppe können Sie geradeausgehend ohne Unterbrechung nach oben gehen (einläufig gerade). Mehrläufig gerade nennt man eine Treppe, wenn sie durch ein Zwischenpodest unterteilt wird (siehe Abb. G) Dieses ist bei Aufstiegshöhen über 2,75 m erforderlich.

Gerade Treppen verbinden Stockwerke auch mit Hilfe einer Richtungsänderung. Dann spricht man von Podesttreppen oder gegenläufig geraden Treppen. Das Podest unterbricht dabei den Treppenlauf und ermöglicht dadurch eine Richtungsänderung um 90° oder 180° (siehe Abb. ABD). Die Podesttreppe dominiert Ihr Treppenhaus und benötigt viel Raum.

Halb- und Viertelgewendelte Treppen

Eigentlich ist eine viertelgewendelte Treppe eine gerade Treppe, wobei entweder der untere oder obere Teil der Treppe gewendelt ist. Die Treppe dreht sich spiralförmig um das Treppenauge. Im Gegensatz zur geraden Treppen werden die Stufen, je weiter sie vom Treppenauge entfernt sind, immer breiter (siehe Abb. F,J).

Darüber hinaus gibt es auch 2 mal viertelgewendelte Treppen, wobei Antritt und Austritt gewendelt sind (siehe Abb. H). Viertelgewendelte Treppen wirken äußerst representativ. 2 mal viertelgewendelte Treppen gelten als Alternative zur Spindeltreppe, weisen jedoch einen höheren Gehkomfort auf.

Daneben gibt es noch die halbgewendelte Treppe, bei der die spiralförmige Drehung in der Mitte standfindet (siehe Abb. E). Durch die Wendelung eine optisch sehr schöne Treppenform.

TreppenformenSpindeltreppen

Spindeltreppen winden sich nicht um ein Treppenauge wie die vor beschriebenen Varianten, sondern um eine zentrale Mittelsäule. Diese sogenannte Spindel ist das Tragelement, an dem die Stufen befestigt werden. Das Geländer führt an den Stufen oder einer zusätzlichen, außen geführten Wange nach oben. Eine rechts- oder linksgewendelte Ausführung ist möglich. Der große Vorteil der Spindeltreppe ist der geringe Platzbedarf (siehe Abb. K).

Wendeltreppen

haben in der Mitte ein offenes Treppenauge. Es gibt sie mit ein oder zwei Treppenwangen. Bei einer einwangigen Wendeltreppe ist die Wange mittig oder innen angebracht, bei der zweiwangigen innen und außen. Die Wangen halten sowohl Stufen als auch Geländer und übernehmen wichtige statische Funktionen (siehe Abb. J). Wendeltreppen werden gerne als Wohnhaustreppen gewählt.

Die Treppe Ihrer Wahl war noch nicht dabei? – Oder Sie benötigen Sonderbauarten?
Für weitere Details und Fragen könne Sie uns gerne kontaktieren.

Treppen im privaten Wohnbereich

Treppengeländer geschmiedetDa ich vor kurzem damit begonnen habe einen Blog zu führen, möchte ich heute etwas näher auf Treppen im privaten Wohnbereich eingehen. Für alle Arten von Treppen gilt es bereits in der Planungsphase für Ihr neues Eigenheim einige grundlegende Punkte zu entscheiden:

Welche Treppenform? – Die alles entscheidenden Frage

Verfügen Sie über ein separates Treppenhaus oder wird die Treppe in den Wohnbereich, z.B. im Esszimmer integriert?
Bedenken Sie, dass Sie sich mit Ihrer Entscheidung ein für alle Mal an die gewählte Treppenform binden. Ein Möbel lässt sich schnell einmal austauschen. Eine Treppe bleibt im Haus, wahrscheinlich für immer. Umso wichtiger ist dadurch eine gute Gestaltung und funktionelle Ausführung. Zudem sollten Sie auch die Laufwege im Haus beachten, um eine harmonische Gehlinie zu erhalten.

Bereits in diesem Stadium der Planung legen Sie daher die grundlegende Form der Treppe fest:

Geradläufige Treppen
Podesttreppen
Halbgewendelte Treppen
Viertelgewendelte Treppen
Wendeltreppen
Spindeltreppen
Freitragende Treppen

Die Treppenform die zu Ihnen passt, wird Ihr Wohlbefinden steigern, wenn Sie die Treppe rauf und runter laufen. Überlegen Sie gut: Gibt es Treppenformen die Sie lieber meiden und andere, die Sie bevorzugt gehen? Lassen Sie sich Zeit mit Ihrer Wahl.

Ein weitere Grundsatzentscheidung wird sein: Offene oder geschlossene Treppe?

Betontreppe

Bevorzugen Sie eine geschlossene Treppe aus Beton, mit Tritt- und Setzstufen, der Belag aus Holz oder Stein? In dieser Variante kann nichts zwischen den Stufen durchfallen. Bei Platzmangel kann eventuell auch die Haustechnik oder ein Einbauschrank unter der Betontreppe eingebaut werden.

Offene Treppe

Oder lieber eine offene Treppenkonstruktion? Mit einer Unterkonstruktion aus Stahl mit Stufen aus Holz, Stein oder Glas. Diese Treppe wirkt leicht und lässt viel Licht durch.

Platzbedarf durch exakte Planung

Den für Ihr Objekt optimalen Grundriss finden Sie gemeinsam mit Ihrem Treppenberater. Er wird mit Ihnen in einem ausführlichen Beratungsgespräch erörtern, welches Steigungsverhältnis für die Treppe am bequemsten zu laufen ist und wie breit die Treppe werden soll. In der Regel wird eine Treppe über ein Geschoß mit 14-16 Stufen geplant. Eine minimale Schrittlänge von 63 cm ist dabei zu beachten. (Steigung-Auftritt-Steigung)

Achten Sie bei der Planung ebenfalls auf ein Treppenauge mit einem vernünftig großen Abstand von Treppenlauf zu Treppenlauf, bzw. Podestlauf. Dieser sollte 25 cm oder mehr betragen. Bei ausreichend großem Treppenauge kann das spätere Geländer seitlich an der Treppe montiert werden, was für Sie als Bauherr meist kostengünstiger ist als eine Montage in Holz- oder Steinstufen von oben. Zudem bleibt die Lauffläche der Stufen in voller Breite erhalten. Wird aus gestalterischen Gründen dennoch eine Geländermontage in die Stufen gewünscht, empfehlen wir die Lauffläche etwas breiter zu wählen. In Deutschland beträgt das Mindestmaß für die nutzbare Lauffläche 80 cm, jedoch gilt, je breiter umso bequemer zu gehen. Üblich sind 100-110 cm.

Sie sehen es gibt viele Treppenvarianten, wobei meist die Grundform bereits durch den Architekten vorgegeben wurde. Darüber hinaus stehen Ihnen noch viele weitere Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung, sowie diverse Materialentscheidungen: Stahl, Holz, Glas, Stein

Gibt es Treppenformen die Sie lieber meiden und andere, die Sie bevorzugt gehen? Welche Treppenart bevorzugen Sie? Schreiben Sie uns!