Materialauswahl für die Bedachung

Überdachung Glas-StahlDieser Artikel erscheint als Teil der Serie Überdachung – Wohnzimmer im Grünen
Weitere Themen dieser Serie:

Einführung: Überdachung – Wohnzimmer im Grünen
Thema 1: Planung der Überdachung
Thema 2: Materialauswahl für die Bedachung
Thema 3: freistehende Pergola-Überdachung
Thema 4: Carports

So weiter geht es mit der Planung der Terrassenüberdachung. Nachdem Größe und Standort der Überdachung oder Teilüberdachung bereits festgelegt wurden, folgt nun die Detailplanung.

Materialauswahl und Farbgebung

Stahlträger und Stahlrohre können sehr gut als gestaltende Elemente bei der Ausführung der Überdachung eingesetzt werden. Sofern Ihnen nicht schon vom Architekten ein Ausführungsplan vorliegt, übernehmen auch wir als Metallgestalter Ihres Vertrauens Planung, Konstruktion und Ausführung Ihres Bauvorhabens.

Als Materialien stehen unterschiedliche Formteile in Stahl oder Edelstahl zur Verfügung. Zur Ausführung können unter anderen verwendet werden:

• Quadratrohre
• Rechteckrohre
• Rundrohre
• Winkelstahl
• T-Stahl
• Breitflanschträger (IPE-, HEB-, HEA-Träger)

Die Dimensionierung des Rohmaterials ist abhängig von der Dachdeckung (Glasdach, Blechdach oder Gründach) und den vorherrschenden Wind- und Schneelasten. Anhand dieser Grundlagen wird bestimmt, wie „schwer“ Ihre Konstruktion ausgeführt werden muss.

Während eine Konstruktion aus Edelstahl nach der Fertigung bereits die gewünschte Oberfläche hat, sollten Stahlkonstruktionen aus S235JRG2 (alte Bezeichnung St.37) im Außenbereich grundsätzlich feuerverzinkt werden. Verzinkte Teile können anschließend so belassen, farbig lackiert oder pulverbeschichtet werden. Bei der Farbauswahl stehen Ihnen nahezu alle RAL- und DB-Farbtöne zur Verfügung.

Für den richtigen Durchblick: Ein Glasdach

Womit wir schon bei der nächsten Überlegung angekommen sind: Soll die Überdachung nur Schutz vor Regen bieten, damit Gartenmöbel und Grill nicht nass werden? Oder ist es Ihnen wichtig, dass durch die Überdachung im Haus kein Licht verloren geht?

Dann wählen Sie am besten ein Glasdach mit Verbundsicherheitsglas (VSG mit dazwischenliegender Folie). Diese Glasscheiben gibt es auch als Aktivglas, d.h. das Glas hat eine spezielle Oberflächenbehandlung, wodurch die Scheiben
1. leichter zu reinigen sind und
2. nicht so schnell wieder verschmutzen.

Als Faustregel gilt: Je größer die Scheibe umso dicker das Glas. In Abhängigkeit zur Glasgröße ergeben sich die Sparrenabstände der Stahlkonstruktion. Die richtige Glasstärke wird nach statischer Berechnung ermittelt.
Mit schlanken Stahlprofilen und einem Glasdach erzielen Sie eine filigrane Konstruktion, die optisch sehr reduziert wirkt.

Weitere Möglichkeiten der Eindeckung sind ein Blechdach, Ziegeldach oder Gründach.

Mit einer Beschattung wird die Terrassenüberdachung perfekt

Durch die meist südliche Ausrichtung wird es aber auch schnell zu heiß unter einem Glasdach. Planen Sie daher je nach Geschmack und den örtlichen Begebenheiten Beschattungsmöglichkeiten en.

-Eine natürliche Beschattung erhalten Sie durch angrenzende Bäume oder Sträucher.
Wilder Wein, Rebstöcke und Kiwis fühlen sich unter einem Glasdach äußerst wohl und gedeihen prächtig. Da wachsen Ihnen die Trauben buchstäblich in den Mund.
Nachteil: Herabfallende Blätter und eventuelles Ungeziefer

Sonnensegel: Ein Markisentuch mit festen Ösen wird unter dem Glas eingehängt, bzw. oberhalb der Konstruktion befestigt. Kann im Winter ausgehängt und aufbewahrt werden.

Unterglas Markise: Eine Aluminiumkassette wird unter dem Glasdach montiert. Darin befindet sich ein Markisentuch welches in eingefahrenem Zustand optimal vor Witterungseinflüssen geschützt wird. Betätigung von Hand oder durch E-Antrieb. Eine optimale Beschattung für große Flächen.

Aufglas Markise: Eine Beschattung oberhalb/außerhalb des Glases ist stets am effektivsten. Diese Variante ist vor allem für Wintergärten und verschließbare Terrassenüberdachungen geeignet.

Lesen Sie noch mehr zum Thema, z. B. wie der überdachte Freisitz mittels Schiebeelementen zum 2. Wohnzimmer wird.
Dieser Artikel ist Teil der Serie Überdachung – Wohnzimmer im Grünen, mit weiteren Schwerpunkten wie:

Planung der Überdachung

Terrasse Loungmöbel

photo credit: Zangenberg_Sonnenschirme via photopinDieser Artikel erscheint als Teil der Serie Überdachung – Wohnzimmer im Grünen

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Weitere Themen dieser Serie:

Nachdem ich im vorhergehenden Artikel bereits festgestellt habe, dass es witterungsbedingt oft nötig ist, Sitzplätze zu überdachen, um diese nutzen zu können, möchte ich Ihnen heute ein paar Gedanken zur Planung einer Terrassenüberdachung mitgeben.

Die Planungsphase ist enorm wichtig. Dabei gibt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:

Wo soll die Überdachung hin?

– Als Frühstücksplatz auf der Ostseite des Hauses
– Als sonniger Sitzplatz im Süden
– Als Feierabendplatz um die Abendsonne zu genießen

Größere Gärten bieten oft mehrere Lieblingsplätze und Sitzgelegenheiten rund ums Haus. Welcher Platz überdacht werden soll hängt ganz von den Vorlieben des Nutzers ab. Die neue Überdachung soll schließlich auch optisch mit dem Bestand harmonieren. Vielleicht gibt es bei Ihrem Heim Nischen die sich geradezu anbieten, ohne großen Aufwand überdacht zu werden. Selbst im kleinsten Reihenhausgarten findet sich eine Lösung für Ihre Wunschterrasse.

Scheidhammer TerrassenüberdachungFestlegen der Größe:

Ist der Platz erst mal gefunden, geht es um die optimale Gestaltung und welche Größe der Sitzplatz haben soll.

Es gibt die Möglichkeit die Konstruktion in Ständerbauweise auf 4 Füße zu stellen (oder 6 oder 8, je nach Größe). Bei Verzicht auf die wandseitigen Säulen, kann entweder ein Wandträger an der Hauswand montiert werden, auf dem dann die Sparren aufliegen, oder jeder Sparren wird einzeln in der Wand befestigt.

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Während bei der einen die Säulen in Hauswandnähe vielleicht unerwünscht oder gar im Wege sind, bleibt bei der Wandbefestigung abzuklären, ob die Statik es ermöglicht, direkt an die Wand zu montieren. Vollwärmeschutz und hochdämmende Ziegel der neuesten Generation bereiten hier oft Probleme.

Beschaffenheit des Untergrundes

Wie ist der Untergrund beschaffen, auf der die Überdachung stehen soll? Wichtig für die Planung der Konstruktion ist es weiterhin zu wissen, wie die Säulen am Boden montiert werden sollen. Sofern es sich um einen Neubau handelt, können bereits bei der Planung der Terrasse die Fundamente für die Säulen berücksichtigt werden.

Denn bereits vorhandene Köcherfundamente vereinfachen die spätere Montage der Säulen. Sie haben zudem den Vorteil, dass durch die Einspannung der Säulen in Beton meist keine diagonale Aussteifung vonnöten ist. Ein später montierter Terrassenbelag, egal ob Holz, Stein oder Fliesen kann bis zur Säule angearbeitet werden.

Ebenso kann jede Standsäule mit einer sogenannten Fußplatte versehen sein, die dann direkt auf dem Rohbeton montiert wird. Auch hier kann der Belag bis zur Säule angepasst werden.

Auf einer an sich fertigen Terrasse, bei der die Überdachung später hinzukommt, kann ebenfalls gut mit der Montage von Fußplatten gearbeitet werden. Bei tragfähigem Untergrund können die Säulen direkt auf dem Terrassenbelag stehen, wobei die Anker durch den Belag hindurch in Beton befestigt sein müssen.

Im nächsten Blog möchte ich etwas näher auf die Feinplanung für eine Überdachung eingehen.

In dieser Serie erscheinen:

Wohnzimmer im Grünen

Scheidhammer Herbstblumen
Vermehrt spielt sich das Leben in den Sommermonaten im Freien ab. Langsam aber sicher neigt sich der Sommer dem Ende zu. Wie man die Freiluftsaison verlängern kann, möchte ich Ihnen in den nächsten Wochen mit dem Thema Überdachungen näherbringen.

Der Garten im Laufe der Jahrzehnte

Die Ansprüche die wir heutzutage an unseren Garten stellen hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Während in den 50ziger und 60ziger Jahren noch der Nutzgarten im Vordergrund stand, in dem alles angebaut wurde, was in unseren Breitengraden wuchs: von Kohl, Kartoffeln, Karotten und Salat bis zu diversen Beerensträuchern und Obstbäumen, stand in den 70ziger und 80ziger Jahren dann eher der Ziergarten im Vordergrund, mit großen Rasenflächen, Rosenbeeten und Thujenhecke.

Der Naturgarten entstand im Gegenzug dazu, während heute Themengärten mit lauschigen Sitzplätzen und Natursteinmauern oder Gabionen sehr beliebt sind. In Einem sind sich die meisten Leute einig: Pflegeleicht und schön anzusehen soll er sein! Ein Rückzugsort nach einem stressigen Arbeitstag, eine Oase im Grünen.

Das Wohnzimmer im Grünen
oder Überdachungen verlängern die Freiluftsaison

Wer hat das noch nicht erlebt: Man freut sich auf einen geruhsamen Feierabend zuhause auf der Terrasse und eine gemütliche Brotzeit. Kaum hat man dann Platz genommen fängt es zu regnen an … oder der Wind ist zu stark … oder die Sonne brennt zu sehr … oder die Terrasse ist einfach zu zugig und damit unbequem. Endlich hätte man Zeit, doch der Sitzplatz ist witterungsbedingt nicht zu nutzen.

Abhilfe können Überdachungen schaffen. Sie schützen vor Regen und übermäßiger Sonneneinstrahlung. Die neuen Kissen können auf der Garnitur bleiben, und müssen nicht jedes Mal weggeräumt werden.Scheidhammer Freisitz

Langlebig und pflegeleicht

Viele Gestaltungsmöglichkeiten stehen für eine Überdachung zur Verfügung. Unterkonstruktionen aus Stahl, Aluminium oder Holz. In Verbindung mit der Dachdeckung entsteht ein wohnlicher Freiluftraum. Die Anforderungen an eine neue Überdachung sind hoch: gut gestaltet mit ansprechendem Design soll sie sich dem Haus anpassen. Der Freisitz muss – Tag aus Tag ein – den Belastungen der Witterung standhalten. Die richtige Wahl der Materialien und der entsprechenden Oberflächenbehandlung sorgt für geringen Pflegeaufwand.

In dieser Serie erscheinen:

Was ist für Sie wichtig bei Ihrer Terrasse, Ihrer Überdachung im Garten? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit!

Metallgestaltung von der Antike bis Heute

Scheidhammer SchmiedefeuerDer wehrhafte Schmied

Die Legende vom wehrhaften Schmied geht auf ein Geschehen in der Gertrudisnacht zurück. Das historische Vorbild des Schmiedes war wahrscheinlich ein Metzger, der in der Nacht vom 16. auf 17. März 1278 Graf Wilhelm von Jülich in der Aachener Jakobsstraße vor dem Weißfrauenkloster erschlug. Dieser war mit Gefolgschaft nach Aachen eingedrungen und wollte die freie Reichsstadt unterwerfen. Das Vorhaben scheiterte jedoch an der Gegenwehr der Aachener Bürger.

Aachen blieb reichsunmittelbar, musste jedoch 1280 einen Sühnevertrag schließen. Bestandteil dieses Vertrages war die Errichtung eines Sühnedenkmals am Ort, an dem das Geschehen mit der Erschlagung des Grafen gipfelte.

Der Schmied in der Antike

In der Antike entstand im Mittelmehrraum eine erste Blütezeit künstlerischen Schaffens, das mehrere Arbeitstechniken verband. Der Schmied ist einer der ältesten Berufe überhaupt. Seine Arbeit umgab stets etwas Mystisches, was wahrscheinlich an der Arbeit mit dem Feuer lag. In früherer Zeit waren die Schmiede hauptsächlich als Waffen- und Gerätehersteller geschätzt und gesucht.

Schon bald ergab sich eine Spezialisierung in die Berufe des Gürtlers und Ziseleurs. Das Berufsbild des Metalldrückers schließlich entwickelte sich vor ca. 170 Jahren.
Im ländlichen Raum war der Schmied auch im 20. Jahrhundert noch ein Handwerker mit sehr breitem Spektrum: als Beschlagsschmied für Wagen und Ackergeräte, als Hufschmied, Kunstschmied, Schlosser und Werkzeughersteller.

Besonders in den Städten mit ihren Zünften setzte die Spezialisierung schon früh ein, aber auch in bestimmten Regionen kristallisierten sich Spezialisten heraus wie Kupferschmiede, Nagelschmiede, Messerschmiede und Harnischmacher. Daraus etablierten sich bis heute bedeutende Firmen, wie. z.B. Solinger Messerschmiede.

Der Schmied wird zum Metallgestalter

Mit der Reform der Berufsbezeichnungen und der Vereinigung der Schmiede- und Schlosserinnung zur Metallinnung wurde aus dem Beruf des Schmiedes und des Schlosser einheitlich der Metallbauer.

Unter diesem Berufsbild gibt es heute:

  • Metallbauer, Fachrichtung Metallgestaltung
  • Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik
  • Metallbauer, Fachrichtung Fahrzeugbau

Die Metallgestaltung ist ein Teil der Metallbau-Branche. Sie umfasst alle Bereiche, in denen Metall-Halbzeuge durch warme oder kalte Verformung kreativ gestaltet werden. Metallgestaltung erfordert nicht nur die Kenntnis aller technischen Möglichkeiten, sondern auch ein hohes Maß an Formempfinden.

MetallgestalterINNEN fertigen und montieren heute alle gestaltenden Metallbauarbeiten, in und an öffentlichen und privaten Gebäuden: Dazu gehören z.B. Tore, Zäune, Gitter, Geländer, Treppen und Balkongitter, Umwehrungen, Beschläge, Kunst am Bau, Ausleger, Firmenschilder und Embleme, Brunnen, Skulpturen, Klangobjekte, Sakrale Ausstattungen und Gebrauchsgegenstände.

Und gerade weil der Beruf des Schmiedes schon so alt ist gibt es auch viele alte Objekte die erhaltungswürdig sind und der Restaurierung bedürfen. Daraus ergibt sich ein spannendes und sehr umfangreiches Aufgabengebiet. Dabei ist es immens wichtig, dass ausgebildete Restauratoren mit dem nötigen Sachverstand an diese Arbeiten herangehen.

Denn Hand aufs Herz: Was wären Urlaubs- oder Städtereisen ohne die Zeitzeugen vergangener Jahrhunderte?Scheidhammer Blattfeder geschmiedet

Schmiedetreffen:

Und weil kreativ tätige Metallgestalter auch gerne Ihr Können demonstrieren, möchte ich noch auf zwei Schmiedetreffen hinweisen:

Schmiedetreffen in Stia/Italien vom 05.-08. September 2013
mit gleichzeitiger Austragung 6. Schmiedeweltmeisterschaft und

2. Oberbayerisches Schmiedetreffen am 14.-15.September 2013
im Freilichtmuseum von Markus Wasmeier in Schliersee

Mehr Informationen dazu unter:
www.metall-aktiv.de
www.wasmeier.de/das-museum/schmiede.html

Waren Sie schon einmal auf einem Schmiedetreffen und haben dem besonderen Flair beigewohnt? – Schreiben Sie uns Ihre Eindrücke!

 

 

Quelle: ABV Verlag und Wikipedia